Auf der Fahrt nach Burgos haben wir tatsächlich Pilger gesehen, mit Hut und Rucksack und Stock und auch mal mit Jakobsmuschel am Rucksack baumelnd. Echte Pilger – es gibt sie also. Meist einzeln, hie und da zu zweit oder dritt, meistens Frauen. In Burgos selber sind sie natürlich auch bei der Kathedrale zu sehen.
Die Kathedrale! Wollte man sie detailliert betrachten, bräuchte man einen ganzen Tag. Diese Ausmasse, all die Seitenkapellen, die Ausschmückungen der Gewölbe und Decken, die Altarbilder wirken vollkommen überladen, die Steinmetzarbeiten sind wunderschön. Ja, sie ist zurecht Unesco-Weltkulturerbe.
Beeindruckt hat mich das Retablo-Museum in der Kirche San Esteban mit seiner Sammlung alter Altarbilder aus der Umgebung von Burgos. Rettung von Kunstschätzen sozusagen. Die Kirche an sich ist hell, freundlich, still, schön gestaltet.
Und die Stadt? Endlich mal eine Plaza, wie man sie sich denkt: Hohe, farbenfrohe Häuserfronten, Arkaden, Geschäfte, Cafés, querende Einheimische. Überhaupt fallen in der Altstadt von Burgos die Häuser durch ihre frohe Farben auf. Und durch schöne, geschlossene, schmale Glas-Holzbalkone.




Steht man oben bei der Burg und lässt den Blick schweifen, entdeckt man wie überall einen Wohnhaus-Gürtel um die Stadt, diesmal zwar nicht hässlich, aber sehr zweckmässig gestaltet. Dann lieber die Kathedrale betrachten. Burgos: lebendig. Ja, bitte vorbeikommen.






Pineda de la Sierra, Spanien, 5. bis 9. Juni 2026

