Wir verlassen Pineda und das schöne Casa Naturae mit seinem munterem Bach, in dem eine kleine Schlange lebt, einen Tag früher. Auf Richtung Frankreich!
Durch die Rioja unter dunklen Wolken und über die Berge ins Baskenland. Die Autobahn bringt viel Zeitersparnis, ist allerdings grässlich: schmale Fahrstreifen, kurvig, voller Lastwagen, rechts und links Wohn- oder Industriegebiete, deren Anblick noch zusätzlich stresst. Dann endlich Frankreich. Wechsel auf die Landstrasse, die Vegetation verändert sich, Alleen von riesigen Platanenbäumen, erste Palmen, grossartige Hortensienbüsche, weisse Häuser mit roten oder grünen Verzierungen. Bei Biarritz ein erster Blick auf den Atlantik im Vorbeifahren.
Und dann Biscarrosse-Plage! Zimmer beziehen und nichts wie hin an den Strand! Die Augen werden gross, oh! und ah! Unendlich, weit, breit, feiner Sand, rauschende Wellen, weisse Wölkchen am blauen Himmel. Eine Plage … In der Bar La Siesta einen Pastis geniessen, ankommen, staunen.
Der Ort zeigt sich insgesamt sympathisch. Die schönsten Häuser befinden sich im Innern unter hohen Pinienschirmen. Die Haupteinkaufsstrasse erweckt den Eindruck einer lieblosen Ansammlung von einfallslosen Touristenlädchen mit immergleichem Angebot. Bemüht man sich in die Lädchen hinein, überrascht manches mit netten oder leckeren Sachen. Die Architektur in Strandnähe sieht nach 70er Jahre aus, das Grandhotel mit traumhaft gelegener Terrasse am Ozean dämmert dahin.
Dennoch macht es zu dieser Jahreszeit Spass, durch das Labyrinth der Gassen zu laufen, im Abendlicht leuchten die Pinien auf und der Sonnenuntergang bietet Motive für viel zu viele Fotos. Der Atlantik, brandend und von unendlicher Weite.



Biscarrosse-Plage, Frankreich, 9. bis 11. Juni 2026

