Meine Bücher

Das sind meine Bücher. Sie bilden auch Welten, die man bereisen kann, und ich weise ihnen einen Platz im Blog zu, welcher sich hauptsächlich mit dem Unterwegssein beschäftigt.

Die Bücher sind wohlgeordnet wie in einer Bibliothek, nach der ursprünglichen Sprache des Textes, dann alphabetisch nach Autor und dem Erscheinungsjahr. Dennoch suche ich fast nie gezielt nach einem Autor. Ich schaue, berühre und fühle ein Buch heraus. Wodurch das beeinflusst wird? Durch die jeweilige Stimmung? Wahrscheinlich. Es geschieht oft, dass ich zwei Bücher parallel lese, eines, welches einen wachen Verstand fordert, eines, welches erzählt und einen einfach mitnimmt.

Auch Bücher betritt man, wie man eine Landschaft betritt. Es geschieht manchmal, dass man nach einer Weile das Buch beiseitelegt, hin und her gerissen zwischen der Überlegung, ausdauernd zu sein im Lesen – das Buch ist schliesslich geschrieben worden und hat Geld gekostet – und der Überlegung, dass Zeit begrenzt ist und man sie vielleicht für ein anderes Buch verwenden sollte.

Es gibt Bücher, in welche man eintaucht, staunt, über das, was da gedacht wird, selber innehält, den Satz noch einmal und noch einmal liest, vom Buch aufblickt und nachdenklich in den Raum schaut. Dann liest man weiter. Und es wiederholt sich.

Man kann auch mit einem Buch anfangen und es schnell lesen; die Handlung, die Sätze treiben einen voran, weiter … Obwohl es etliche Seiten sind, liest man schnell, ohne oberflächlich zu sein.

Es gibt Bücher, welche man auf die einsame Insel mitnehmen möchte, angenommen, man hätte einen Wunsch frei und müsste dort sehr lange verweilen. Aber: Ein einziger Wunsch, wenn es um Bücher geht?

Unlängst habe ich ein Buch von Reto Hänny erworben. Das geschah so: Man sitzt in der Buchhandlung, trinkt einen Kaffee am kleinen Tisch, entdeckt ein Regal mit Autoren aus der Schweiz, steht auf, nähert sich diesen Büchern und zieht ein dickes heraus. Ein dickes Buch verspricht viele beschriebene Seiten, das kann bedeuten (muss aber nicht), dass man lange unterwegs sein wird. Zurück am Platz schlage ich das Buch an einer beliebigen Stelle auf und beginne zu lesen. Der Satz kommt einem endlos vor, er ist verschachtelt, er bildet einen eigenen Raum. Darin kann man sich bewegen, in verschiedene Richtungen. Obwohl es ein einziger Satz ist. Das Buch muss mit.