Ein Braulio in Arvigo

Und jetzt? Arvigo. Als Zwischenstation vor dem Aufenthalt in Braggio. Die Hitze ist erträglicher als in Tegna, das Zimmer deutlich kühler, ein Fast-Sterben in der Nacht wohl ausgeschlossen.

Die Unterkunft Ai Cav Calanca ist ein äusserst gelungen restauriertes Haus. Die Dielenböden sind zum Streicheln schön, alte Steintreppen führen hoch in die Zimmer, in denen sofort auffällt, wie die Wände gestrichen sind: wie übriggeblieben aus alten Zeiten. Altmodischer Lichtschalter neben der Tür, hochmoderne Lampen über dem Bett. Ein Espresso als Willkommen, dazu ein freundlicher Hund, der sich streicheln lässt. Mineralwasser im Garten, der umrahmt ist von Arvigo-Gneis; Wasser plätschert, ein Baum spendet Schatten.

Am Nachmittag kommt Gewitter auf, es regnet und kühlt ab. Ich lasse mir einen Braulio einschenken und erfahre, dass die Wände nicht auf alt gemalert sind, sondern wirklich den Zustand von früher wiedergeben – mit kleinen Ausbesserungen. Auch die Holzdielen spiegeln die Vergangenheit wider.

Arvigo, Graubünden, 28. bis 29. Juni 2026