Alpe Nimi – Sternenhimmelbett

Die Wanderer sind weg. Geblieben sind die Geissen, die Alpangestellten und ich. In der Küche wird Zopfteig geknetet. Die zwei Esel ärgern die Ziegen oder einander. Den Wolf abgewehrt haben sie allerdings nicht. Dafür waren sie zwar auf die Alp geholt worden, sie blieben aber in Deckung.

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Gravel-Flow im Kiefernwald

Das Fazit gleich zu Beginn: Gravelbiker, vergesst den Spreewald und fahrt in die Lieberoser Heide!

Doch von Anfang an. Nach der zweiten Übernachtung gehöre ich anscheinend zur Stammkundschaft und darf beim Frühstück auf der Galerie Platz nehmen. Aber vielleicht sind auch einfach nur einige Leute abgereist.

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Durch Spreewald und Błota

Also der Spreewald. Schönes Hotel mit noch schönerem Innenhof mit Fischteich. Gemütliches, rustikal eingerichtetes Zimmer im Nebengebäude – mit privater Sauna! Frühstück gibt es leider erst ab 8 Uhr. Der Frühstücksraum besteht aus einem Souterrain-Raum und einer umlaufenden Galerie, auf der auch das Buffet aufgebaut ist. Die Tische sind mit den Zimmernummern versehen. Zimmer 12 ist unten, die Treppen runter. Oben, also ebenerdig, werden die älteren Herrschaften plaziert. Auf den Tischen Thermoskannen mit Filterkaffee. Herrje, wie in der LPG-Kantine! Ob ich etwas anderes bekommen könnte? Die jung und schüchtern in der Ecke stehende Bedienung fragt lieber erst die Chefin. Die mustert mich. «Wat wollnse denn?» Und schon wird ein Latte macchiato serviert.

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Yabalulu

Tag 31. Strahlender Morgen, die Sonne geht auf und strahlt. Das Licht so hell, dass ein Schauen nur mit Sonnenbrille möglich ist. Unterkunft bezahlt. Noch ein Spaziergang im Hellen, ins Blau des Himmels und des Wassers. Lareu. Muss nicht mehr bestellen, nur noch nicken auf die Frage «The same?» Ich habe die Wanderschuhe hiergelassen, sie waren schon immer ein wenig zu klein. Und jetzt tragen sie eine dicke Staubschicht. Staub von hier. Soll er hier bleiben. Ich freue mich auf den Bus nach Lissabon, eine kleine Etappe Richtung Chur.

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Langsamer Abschied

Tag 30. Langsam nehme ich Abschied. Die Ohrstecker rausgetan, das Makramee-Armband abgestreift. Der letzte Tag hier, morgen fahre ich nach Lissabon.

Das Abendessen gestern im B&B war fantastisch. Ein Traum an Geschmacksnoten. Ach, hätte das bloss nicht aufgehört!

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Satt

Tag 29. Café Lareu. Davor üppiges Frühstück im B&B. Noch davor, vor acht Uhr, ein Espresso in einer Kneipe. Einheimische und Polizeiangestellte am Tresen. Das ist ein Morgen hier. Pech, wer Frühaufsteher ist, Frühstück gibt es erst ab 8.30 Uhr, in der Unterkunft.

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Rio Mira

Tage 27 und 28. Ich bin immer noch hier und habe endlich ein Plätzchen gefunden, um schreiben zu können. «Lareu» heisst das Café. Gute Musik und Einrichtung, noch bessere Kuchen, gemischtes Publikum, ein Weisswein auf meinem Tisch. Kein Pré-pagamento, kein Bezahlautomat.

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Krise

Tag 26. Krise. Na gut, fast. Ich bin müde und einsam.

Pré-Pagamento, Bezahlautomaten. Bücher gefunden, nur auf portugiesisch, unbrauchbar. Allerdings Läden mit schöner Handwerkskunst, Seifen, Gewürzen. Toll. Lange Strände, schöne, stilvolle Unterkunft. Ich sitze im Innenhof bei plätscherndem Wasser und trinke einen Wein. Habe noch Sand an den Füssen vom heutigen Strandnachmittag. Ich würde gerne mit jemandem plaudern. Das B&B überreicht seinen Gästen eine kleine Liste mit Empfehlungen für Restaurants und Supermarkt, Betonung auf «wird von Portugiesen betrieben». Und nicht von Indern oder Chinesen, denke ich mir.

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Kein Museum

Tage 24 und 25. Die «Nadador salvador», die Rettungsschwimmer, fünf an der Zahl, sitzen noch im Café Rita beim Frühstück. Es ist Sonntag, 9.20 Uhr, die Urlauber schlafen noch oder nehmen hier ihre erste Mahlzeit ein, es gibt niemanden zu retten aus den Wellen. Die lieben Kleinen, etliche, sind ungezogen oder verhaltensauffällig, auf jeden Fall laut. Ich verziehe mich ins «Cantinho dos sabores», wo ich gestern ausgezeichnetes Porco preto verspeist habe. Ich bin heute lärmempfindlich. Einerseits suche ich eine Art Gesellschaft, und sei es nur das gemeinsame Sitzen in einem Café auf einem Platz. Andererseits staune ich über das wenig dezente Gehabe der meisten Menschen.

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