Regenbogenfarben in der Wüste

Tsondab – das Tal, die Dünen, die Farben! Gelb, orange, rosa, violett, darüber der tiefblaue Himmel. Endlose Wanderung durch Dünen und Schluchten. Verharren, schauen, staunen, fotografieren. Denkwürdiger Flug über die Namib, nach welchem ich leider das Abendessen ausfallen lassen musste. Die hübsche Fenja, Praktikantin aus Deutschland, die souverän den Betrieb organisierte. Wir waren die einzigen Gäste.

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Ozongwindi

Das Haupthaus der Ozongwindi Lodge ist auf einem Felsen errichtet. Die offene Eingangshalle erscheint gigantisch. Der Boden ist weiss gesprenkelt: Hoch oben unterm Dach nisten Vögel, zum Leidwesen der Eigentümer. Unter dem Felsen wohnt eine Stachelschweinfamilie, die abends mit Gemüseabfällen hervorgelockt wird.

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Das muss man erlebt haben

Wir sitzen im schattigen Garten des Österreichischen Hospizes und geniessen einen Apfelstrudel. Jenseits der Umfassungsmauer plärrt der Ruf des Muezzins aus den Minarettlautsprechern. Zehn Schritte vor der Eingangspforte patrouillieren schwerbewaffnete Soldaten und schauen prüfend einer Schar ein Holzkreuz schleppender Pilger nach, die in Richtung der engen Gassen entschwindet. Zwei Juden im orthodoxen Ornat hasten mit gesenktem Kopf die Strasse hinunter. Kein Zweifel: Wir sind in der Heiligen Stadt.

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Mit Bündnergruss auf die Schlussetappe

Der Tag begann mit einer Überraschung. Hinterm Scheibenwischer klemmte ein Zettel mit einem «Gruass aus Landquart, Khur und Razén!» Da hatte mein GR-Nummernschild wohl einige Herzen höher schlagen lassen. Leider hinterliessen die netten Patrioten keinen weiteren Hinweis, so dass ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke.

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In Sneffels Yoculis craterem descende …

Snæfellsjökull

Wer kennt nicht Jules Vernes Roman «Reise zum Mittelpunkt der Erde», an dessen Beginn ein geheimnisvolles Pergament offenbart, dass sich der Einstieg zu dieser Expedition im Krater des Snæfellsjökull befindet? Ich gebe zu, dass diese Abenteuergeschichte auch ein wenig zu dem Entschluss beigetragen hat, einmal nach Island zu reisen. Heute wollte ich nun endlich den Vulkan sehen, der auch ohne Vernes literarischen Beitrag zu den bekanntesten Islands zählt.

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Island im Schnelldurchlauf

Die vorzeitige Ankunft in Reykjavík brachte neben einer Nacht im warmen Bett noch einen weiteren Vorteil mit sich: Es blieb mehr Zeit für die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Stadt und Umgebung. Den Stadtrundgang verschob ich auf den Sonntag und fuhr heute zum sogenannten Goldenen Ring, einer Touristikroute, welche drei Hauptattraktionen Islands verbindet und dabei die Themenfelder Geschichte, Plattentektonik, Geysire und Wasserfälle abdeckt. Wer es eilig hat, kann damit Island im Schnelldurchlauf erleben.

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Frustrierte Flucht in den Westen

Zum Aufenthalt in einem Nationalpark gehört natürlich auch eine Wanderung. Ich hatte mir im Vorfeld die zehnstündige Route ins Morsádalur ausgesucht, ein breites, grösstenteils trockenes Flussbett, von wo aus man einen schönen Blick auf die Gletscherzunge haben soll.

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Nasskalter Empfang auf der Eisinsel

Die Norröna erreicht den Hafen Seyðisfjörður an der Ostküste Islands um 7.30 Uhr Ortszeit. Das bedeutete eine kurze Nacht, denn schon zwei Stunden vor Ankunft müssen die Kabinen geräumt sein. Kaum von Bord, durfte ich erst einmal beim isländischen Zoll vorfahren. Beim Blick in meinen Laderaum winkte der Beamte gutmütig ab, fragte dann aber mit leichter Besorgnis, ob ich denn auch ins Hochland fahren wolle. Als ich das verneinte, war er zufrieden und ich entlassen.

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