Es war sehr bewölkt, und zwar tief bewölkt, der Wald, die Sicht unheimlich, mystisch. Sehr feucht und dennoch von besonderem Reiz. Alleine wäre es mir mulmig gewesen. Zu sechst ganz angenehm. Man läuft und wird geführt, man lässt sich treiben oder ziehen, wie auch immer. Die Blumen wunderschön, sie besitzen Farbe auch bei grauestem Himmel.
→ weiterlesenRankweil
Technisch gesehen sehr viel einfacher als die Tour am Vortag. Mit bereits 26 gelaufenen Kilometern in den Beinen hätte es nicht mehr sein müssen.
→ weiterlesenDer blaue Rosenkranz
Ich habe mir einen Rosenkranz gekauft, blaue durchsichtige, glänzende Kugeln. Die Überlegung dabei war, ob eine Nonne sich solch eine Art zulegen würde, so glänzend, glänzender als die Gebete?
→ weiterlesenSegelboot über Wasser
Entlang des Bodensees mit C. Entlang des glitzernden Wassers. Durch den verschwindenden Horizont eher der Blick auf ein Meer denn auf einen See. Optische Täuschung inclusive: in der Ferne ein Segelboot, welches oberhalb des Wassers schwebte.
→ weiterlesenLichtspiele auf Wiesen
Es hat mich rausgezogen, Frühlingsgefühle, laufen wollen. Allein um nicht zu verlernen, dass man es kann. Nicht dass man dem Irrtum verfällt, nur noch geführt wandern zu können. Also eine einfache Strecke …
→ weiterlesenWildhaus-Winter
Dazu möchte ich fast nichts sagen. Das nannte sich Wanderung und war bloss ein Ablaufen einer bestimmten Strecke. Hat jemand den Raubvogel gesehen, den Specht gehört, das Glitzern des Schnees wahrgenommen? Die verstreuten Höfe auf den Hügeln gleich Puppenhäusern? Was tun diese Menschen? Warum laufen sie durch die Natur? Um zu berichten über Omas Demenz, die kaputte Hüfte des Onkels oder wann der Geburtstermin der Enkelin ist. Wann ist die Fähigkeit zu sehen verlorengegangen?
→ weiterlesenMit Schneeschuhen über Feldis
So wie ein Zicklein über grüne Hänge hüpft, weil es jung und fröhlich ist, hüpft meine Seele vor Freude und Glück, so viel Schönes gesehen und erlebt zu haben.
→ weiterlesenRegitzerspitz
Ich war der Meinung – für kurze Zeit –, dass man irgendwann des Wanderns ein wenig müde wird. Das funktioniert aber nicht. Man muss wieder raus, man muss!
6. November 2021, 17,8 km, 4 h, 660/640 Hm
Kalt, kälter, Dürrboden
Ich wurde vorgewarnt: Es kann kalt werden, bitte warme Sachen zum Übernachten mitnehmen.
Der Oktober 2021 hat für meinen Geschmack viel zu früh Schnee in die Berge gebracht und damit die geplante Tour über drei Tage vereitelt. Macht nichts, ich laufe von Davos zum Dürrboden durch das Dischmatal, übernachte und kehre am nächsten Tag zurück. Machbar.
Kuhfreies, herbstliches, von Wasser durchzogenes Tal. Dürrboden-Restaurant mit gackernden Hühnern zwischen den Stühlen und feinem Essen. Man sitzt in der Sonne und kann sich noch nicht vorstellen, wozu man die Thermounterwäsche mitgenommen hat. Die Sonne sinkt, die Gäste verlassen nach und nach die Lokalität. Ich bleibe als einziger Besucher übrig. Das Bettzeug wird in mein Zimmer getragen. Die Hühner werden still, still wird auch mein Lächeln: Es wird draussen so kühl, dass ich mich ins Innern des Restaurants zurückziehe. Der Raum ist sehr hoch, weit, toll hergerichtet. Darin befindet sich auch ein Eisenofen, allerdings träumt er noch kalt vor sich hin. Bitte einen Tee, bitte den Ofen einheizen, denke ich. Die Hände sind mittlerweile kalt. Aber dann: Es wird Feuer gemacht! Es dauert, bis Wärme den hohen Raum und mich erreichen. Abendessen. Ein warmes Essen!
Die Dunkelheit ist da. Ich ziehe mich auf mein Zimmer zurück. Das Zimmer sind zwei Räume über einem ehemaligen Stall, hergerichtet für übernachtende Wanderer. Der Gang über den Hof zu den Gemächern lässt mich frösteln. Das Eintreten in die Schlafstube erzeugt Gedanken, die sich um einen sanften Kältetod drehen. Ich lege die Wandersachen für nächsten Tag bereit, um beim Aufwachen schnellstmöglich hineinschlüpfen zu können. Der Vorraum ist ein Kühlschrank mit Holztür und Ritze für frische Luft. In den zweiten Raum, mit dichterer Tür, wurde vorsichtshalber ein kleiner Elektroheizer gestellt; ich soll ihn nicht abschalten. Damit verhindert man bestimmt die Schlagzeile, dass ein Wanderer im Oktober erfroren ist. Hätte sich nur gelohnt, wenn man mich nach 1000 Jahren gefunden hätte, Ötzine sozusagen.
Erstaunlich, am nächsten Morgen lebe ich, bin munter, frühstücke und laufe vergnügt im bewölkten Dischmatal nach Davos zurück. Sogar eine Erkältung ist ausgeblieben.
Gefrorenes Gras
Die beiden vorhergehenden Touren hatten schön zu sein, man hatte so viel gehört darüber … Die heutige Tour war unerwartet schön.
Tief bewölkter Himmel in Bever, auf dem Weg durch das Tal Bever auch. Die Wolken konnten das Leuchten der Lärchen jedoch nicht beeinträchtigen, es war präsent, es kontrastierte ungemein mit dem grauen Himmel.
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