Bevor ich über den siebten Tag berichte, möchte ich erwähnen, dass wir am Nachmittag des 11. Juni bei El Golfo wandern waren. 7,1 km, 1 h 40 min, 110/100 Hm. Hätte ich fast vergessen. Trotz bewölktem Himmel eine abwechslungsreiche Runde, zum grossen Teil durch den Nationalpark. Wir waren, oder man fühlte sich, weit weg von El Golfo. Aus der Ferne erkennbar so manch blauer oder grüner Bus, Touristen vermutlich; der Ort ist bekannt für seine Fischrestaurants am Meer. Wir haben das auch ausprobiert, später, als der Ort nur noch eine verschlafene Ansammlung von niedrigen weissen Häuschen am Meer war. Unter grauem Himmel. Das Meer brandet auch im fehlenden Sonnenlicht, die Vögel zwitschern ja auch. Nur der Feriengast lechzt nach einem beeindruckenden Sonnenuntergang.
→ weiterlesenVanillestückchen
Nachts hat es, entgegen der Statistik, geregnet. Eine Katze oder ähnliches, mit hellem Fell, hat auf der roten Decke geschlafen. Meine grüne Decke war leger hingeworfen, C. hatte seine schön zusammengelegt. Das Tier schätzt wohl auch die Ordnung. Ich habe sie gewaschen, die Decke, nicht die Katze.
→ weiterlesenMalvasía
Wanderung am Rande der Weinberge.
Das Wetter betrübt das Gemüt. Die Vormittage sind bewölkt und grau, man wartet auf den hellen Nachmittag. Man könnte Familiendramen komponieren, aber keinen Liebesroman. Aber dann, wenn man losgeht und die Landschaft bewundern kann, wird man entschädigt. Faszinierend zu sehen, wie die Menschen Kuhlen anlegen, tausende Mäuerchen aus schwarzen Steinen drumherum bauen, um in der Mitte eine Weinrebe am Leben zu erhalten.
→ weiterlesenDie Schneejungfrau
Wir bewahren Haltung, auch wenn man das Klopapier ins Eimerchen werfen muss, was für C. eine abstossende Sache ist.
→ weiterlesenStürmischer Wind
Wanderung auf die Caldera Blanca, sie hat einen Durchmesser von einem Kilometer.
Der Vormittag war unglaublich bewölkt, die Wolken sind so tief vorbeigezogen, dass der Glaswindschutz im Wintergarten wie besprüht aussah. Frühstück draussen? Nein. Nach 10 Uhr bin ich erneut zur Bäckerei gelaufen; Kaffeechen, Stückchen, lecker. Radio, Frauengeschwätz, vorbeifahrende Autos. Das ergibt eine Lärmkulisse welche nicht stört, nein, da könnte man eher etwas schreiben. Bin bei dem Barraquito geblieben.
→ weiterlesenDie Bettenstadt
Ein Kontrastprogramm sollte es sein, nicht so viel laufen, warm soll es sein. Also: Playa Blanca, im Süden, Promenade, am Meer. Als Zugabe der typische Badetourist.
→ weiterlesenOhne Raumanzug auf dem Mond
Lanzarote bedeutet, ohne Raumanzug auf dem Mond spazieren gehen zu können. Oder sich umzuschauen und Daniel Craig biegt um die Ecke, um mit seinem Armband die Aliens zu töten, in der Wüste, wo der Wind trockene Büsche schüttelt.
→ weiterlesenHalle einst und jetzt
Im fortschreitenden Alter werde ich anscheinend nostalgisch und fange an, Stätten meiner Kindheit und Jugend aufsuchen zu wollen. So auch meine alte Schulstadt Halle an der Saale. Von 1989 bis 1991 hatte ich dort im Internat gewohnt und die «Arbeiter- und Bauernfakultät», eine Art Elitegymnasium, besucht. Zeitzeugen wissen: Es waren wilde Jahre.
→ weiterlesenCastrisch – Reichenau
Grosse Überraschung, so viel Weg durch unterschiedliche Wälder. Auenwald, Nadelwald, Mischwald. Wenn es darin raschelt oder knackst, denke ich natürlich an einen Wolf. Oder doch nur ein Reh, ein Hase? Der Bär ist wohl noch bei Zernez. Habe das kleine Messer an meiner Seite betastet; wenn der Wolf kommt, kämpfe ich. Lächerlich, nicht wahr?
→ weiterlesenAuf der anderen Seite
Bei schönstem Wetter mal oberhalb des Sees auf der Seite des Kerenzerbergs laufen. Oft habe ich dorthin geblickt, vom Auto aus … Wie es dort wohl ist, welche Dörfer, welcher Blick auf den Walensee? Sehr lohnend, ist das Fazit. Nur der Abstieg am Ende ist doof.
→ weiterlesen









