22. Juli, 17.10 Uhr. Die Berliner Hütte ist wunderschön, gross (man kann sich darin verlaufen), besitzt traumhafte Holzvertäfelungen und Kronleuchter im Speisesaal, und es gibt heimelige Viererzimmer mit alten, hübschen Holzbetten, die allerdings etwas knarren, wenn man sich umdreht. Das Bergpanorama, von der Terrasse aus betrachtet, ist imposant, der Blick geht über Bergspitzen und Gletscher und steile Flanken, durchzogen von fallenden Bächen.
Viele Sorgen hatte ich mir zu Hause gemacht, ob ich die Etappen schaffen würde … Und nun die Überraschung: Ich spüre die Aufstiege, meistere sie jedoch ohne grosse Probleme, die Abstiege bereiten mir keine Mühe, und die seilgesicherte Passage heute habe ich sehr gut bewältigt. Ach, ich bin glücklich!






Hie und da schaut eines der Hüttenhühner in den eleganten Speisesaal. Brotkrumen liegen allerdings noch nicht herum. Geduscht habe ich heute, am dritten Tag der Tour; nicht schlecht dieses Gefühl, 2 Euro pro Minute für das Wohlbefinden. Ich habe mir drei Minuten gegönnt.
Die Landschaft unterwegs ist hochalpin, so wie es in der Beschreibung angegeben war. Bläuliche Gletscher, Gletschermoräne, Gletschersee, Steine, Platten, Felsen zuhauf in verschiedenen Formen und Farben. Alles in nächster Sichtweite, erlebbar, ohne selber hochalpin klettern zu müssen, sehr reizvoll. Gipfelkreuz auf 3100 Metern erreicht, das erste Mal stehe ich auf 3000 Metern! Ob ich ein wenig stolz darauf bin? Ja.






Berliner Höhenweg, Tirol, 20. bis 25. Juli 2025

