Am Ostermontag hätte ich am liebsten Tränen der Rührung vergossen; nicht wegen des Papstes Tod, sondern im Angesicht einer landschaftlichen Schönheit. Der hügelige, sattgrüne Landstrich voller Blumen, und öfter mit einem blühenden Baum, lässt die Seele nicht ohne Rührung hindurchlaufen – so empfinde ich das. Bis nach Mogelsberg eine frühlingshafte Wonne mit anschliessendem Cappuccino im Gasthof Rössli. Das Haus, die Speiseräume sind so gepflegt und hübsch, dass ich spontan frage, ob am nächsten Wochenende ein Zimmer frei sei, und ich reserviere eines. Es soll auch eine Theateraufführung geben und davor ein Drei-Gänge-Menü. Na sowas.
Von Mogelsberg nach Wattwil sind zwei Abenteuer zu bestehen: Eine kleine Weide mit zwei neugierigen Rindli, da laufe ich durch, ermutigt durch das Entgegenkommen eines Wanderpärchens. Später eine Weide mit versammelter Gesellschaft: Rinder, Mutterkühe und Langhorn-Kuh. Dafür reicht mein Mut nicht, es kommt auch niemand entgegen. Ich umgehe schwitzend steigend die Tiere. Danach nur noch Schönheit ohne Hörner.





21. April 2025, Degersheim – Wattwil, 19,3 km, 4 Std 45 min

